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· Apple Hardware · 3 Min. Lesezeit

Neue Desktop-Macs ab 22. September: Was Agenturen prüfen sollten

Apple hat am 25. August 2026 ohne Event neue Desktop-Macs vorgestellt, Auslieferung ab 22. September, und für Agenturflotten entscheidet vor allem die Speicher- und Thunderbolt-Frage über die richtige Konfiguration.

Neue Desktop-Macs ab 22. September: Was Agenturen prüfen sollten Apple

Was neu ist

Der Mac mini kommt in zwei Varianten. Der M6 hat 12 CPU- und 12 GPU-Kerne, zwei Neural Engines mit je 16 Kernen und ist Apples erster Chip in 2-nm-Fertigung. Die Speicherbandbreite liegt bei bis zu 170 GB/s, der Arbeitsspeicher startet bei 16 GB und endet bei 32 GB. Der M5 Pro bietet bis zu 18 CPU- und 20 GPU-Kerne, 307 GB/s und maximal 64 GB.

Beim Mac Studio arbeitet der M5 Max mit 18 CPU-Kernen, bis zu 40 GPU-Kernen, maximal 128 GB und 614 GB/s. Der M5 Ultra ist die erste Quad-Die-Konstruktion aus zwei per UltraFusion verbundenen M5 Max, mit 1,2 TB/s und bis zu 512 GB Unified Memory. Die SSDs hängen neu an PCIe Gen 6, bis zu acht Displays sind möglich.

Beide Modellreihen bekommen Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 über Apples N1-Chip. Ethernet läuft serienmässig mit 2,5 Gbit/s, 10 Gbit/s gibt es nur als Konfigurationsoption bei der Bestellung. Genlock über USB-C ist neu.

Schweizer Preise: Mac mini ab CHF 899 (M6) und CHF 1699 (M5 Pro), Mac Studio ab CHF 2499 (M5 Max) und CHF 5499 (M5 Ultra). Der Einstiegspreis des Mac mini liegt 100 Franken über der Vorgängergeneration. Studios mit 512 GB kommen erst Ende Oktober.

Die Stolperstellen

Die 32-GB-Obergrenze des M6 ist die härteste Einschränkung. Für Layout, Bildbearbeitung und Schnitt mit mehreren parallel offenen Adobe-Anwendungen ist das knapp. RAM lässt sich nicht nachrüsten, wer mehr braucht, muss zum M5 Pro oder zum Studio.

Die Anschlüsse unterscheiden sich innerhalb derselben Baureihe. Der Mac mini mit M6 hat drei Thunderbolt-4-Ports, die M5-Pro-Variante drei Thunderbolt 5. Bestehende Thunderbolt-5-RAIDs und Schnittspeicher laufen am M6 nur mit TB4-Tempo.

Das RDMA-Clustering des Mac Studio, mit dem laut Apple vier Geräte bei verteilter KI-Inferenz bis zu dreifach schneller arbeiten als eines, ist ein Werkzeug für lokale Modelle. Für Contao-, WordPress-, Shopware- oder Laravel-Betrieb bringt es nichts.

Zur Lieferlage: Apple hat bereits am 25. Juni 2026 weltweit die Preise für 14 Produkte erhöht, Hintergrund sind stark gestiegene DRAM- und NAND-Kosten. CFO Parekh rechnet mit Lieferengpässen und geringeren Hardware-Auslieferungen. Wer auf sinkende Preise wartet, wartet gegen den Trend.

Was das für Ihre Flotte heisst

Zwei Uhren laufen unabhängig vom Neukauf. macOS 27 läuft nur noch auf Apple Silicon, Intel-Macs bleiben auf macOS 26 Tahoe stehen. Rosetta 2 ist in macOS 27 noch vollständig vorhanden, danach nur noch in reduziertem Umfang. Intel-Only-Werkzeuge im Prepress- oder Datenbankbereich brauchen also eine Antwort, bevor macOS 28 kommt.

Für die Beschaffung heisst das: Konfiguration vor Bestellung festlegen, weil RAM, SSD und die 10-Gbit-Option nachträglich nicht mehr zu ändern sind. Und früh bestellen, weil Speicherausbauten voraussichtlich am schlechtesten verfügbar sind.

Ein Punkt bleibt offen. Welches System auf den am 22. September ausgelieferten Geräten vorinstalliert ist, hat Apple nicht kommuniziert. Planen Sie einen Testrechner ein, bevor macOS 27 in die Breite geht.

  • Flotteninventar auf Intel-Macs und Intel-Only-Apps durchsuchen

  • Mac mini M6 nur, wenn 32 GB und Thunderbolt 4 dauerhaft genügen

  • Netzwerk prüfen: 1-Gbit-Switches werden zum Flaschenhals, Wi-Fi 7 braucht passende Access Points

  • macOS 26 bis zur Freigabe auf mindestens Tahoe 26.6.2 vom 17. August halten

  • macOS 27 erst nach Test von Creative-Plugins, MDM und Build-Toolchain ausrollen

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